Über die Zeitschrift

Ziele

Das Valuation Engineer Journal entwickelt Theorie und Praxis der Immobilienbewertung als strenge, datengestützte und reproduzierbare Disziplin weiter. Es schließt die seit Langem bestehende Lücke zwischen herkömmlicher Bewertungspraxis und modernen statistischen und rechnergestützten Methoden und bietet Bewerterinnen und Bewertern, Analystinnen und Analysten sowie Forschenden ein Forum, um quantitative Bewertungsverfahren zu entwickeln, zu dokumentieren und kritisch zu prüfen — und sie an ingenieurmäßigen Maßstäben von Transparenz, Überprüfbarkeit und Reproduzierbarkeit zu messen.

Themenfeld

Die Zeitschrift begrüßt Beiträge unter anderem zu folgenden Themen:

- Statistische und maschinelle Lernverfahren für die Bewertung — multivariate adaptive Regressionssplines (MARS), regularisierte Regression (Lasso, Ridge,
Elastic Net), verallgemeinerte additive Modelle sowie baum- und ensemblebasierte Verfahren
- Automatisierte Bewertungsmodelle (AVMs) und hybride Arbeitsabläufe aus Sachverstand und Modell
- Residuenanalyse und restriktionsbasierte Ansätze zur Schätzung des Werts subjektiver Merkmale
- Datenquellen, Datenqualität und Merkmalsaufbereitung für die Bewertung (MLS- und alternative Daten)
- Reproduzierbarkeit, offene Daten sowie quelloffene Software und Werkzeuge (R, Python) für die Bewertung
- Bewertungstheorie, Methodik, Standards (z. B. USPAP) und das Verhältnis von Lehre und Praxis
- Bewertungsgenauigkeit, Quantifizierung von Unsicherheit sowie Verzerrung und Gleichbehandlung in der Bewertung
- Massenbewertung, Besteuerungsbewertung und Marktgebietsanalyse
- Rechtliche, regulatorische und ethische Entwicklungen mit Bezug zur Bewertung
- Anwendung dieser Methoden auf Anlageklassen jenseits von Wohnimmobilien

Zielgruppe

Praktisch tätige Bewerterinnen und Bewerter, Sachverständige der öffentlichen Bewertung, quantitative Analystinnen und Analysten, Data Scientists, Forschende, Lehrende und Studierende.

Was wir veröffentlichen

Forschungs- und Methodenbeiträge, Software- und Werkzeugleitfäden, Editorials, Leserbriefe, Kommentare zu aktuellen Gerichtsentscheidungen sowie offene Fragestellungen und Themen, die noch Autorinnen und Autoren suchen.

Sprachen

Die Zeitschrift veröffentlicht jeden Beitrag auf Englisch sowie in übersetzten Ausgaben auf Deutsch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Koreanisch, in vereinfachtem und in traditionellem Chinesisch. Diese Übersetzungen werden von der Zeitschrift erstellt und den Lesenden als Serviceleistung angeboten. Maßgeblich ist die englische Fassung; weichen eine Übersetzung und die englische Fassung voneinander ab, so gilt die englische Fassung.

Einreichungen sind in englischer Sprache vorzulegen. Die Zeitschrift ist derzeit nicht in der Lage, in anderen Sprachen eingereichte Arbeiten zu beurteilen. Autorinnen und Autoren, die lieber in einer anderen Sprache schreiben möchten, sind eingeladen, sich vor einer Einreichung an die Redaktion zu wenden.

Redaktionelles Modell

Diese Zeitschrift praktiziert kein anonymes Peer-Review. Jede Einreichung wird vom Chefredakteur unter Zuhilfenahme von KI-Systemen beurteilt, die Methodik, innere Stimmigkeit, Reproduzierbarkeit, Klarheit und die Erfassung der einschlägigen Literatur prüfen. Dies ist ein Ersatz für das anonyme Peer-Review, und die Zeitschrift stellt es nicht als gleichwertig dar.

Der Grund ist struktureller Natur und keine Frage der Vorliebe. Die hier veröffentlichten Arbeiten liegen an der Schnittstelle von nichtparametrischer statistischer Modellierung und der Praxis der Immobilienbewertung. Statistikerinnen und Statistiker können beurteilen, ob ein Modell zutreffend spezifiziert ist; Bewerterinnen und Bewerter können beurteilen, ob eine Anpassung vertretbar ist. Die Fragen jedoch, an denen sich entscheidet, ob ein Beitrag richtig ist, liegen genau zwischen beiden, und beide Kompetenzen finden sich nur selten in einer Person. Wer nur die eine Hälfte beherrscht, bestätigt auch nur diese Hälfte. Statt ein Begutachtungsverfahren zu behaupten, das sie nicht besetzen kann, legt die Zeitschrift offen dar, was sie stattdessen tut.

Die Schwäche dieses Modells ist das Spiegelbild jenes Problems: Eine Beurteilung durch eine einzelne Person ist, wie unterstützt auch immer, keine unabhängige Prüfung. Die Zeitschrift stützt sich deshalb auf Reproduzierbarkeit anstelle von Autorität. Die Beiträge veröffentlichen die Methoden, Daten und den Code, die zur Wiederholung der Analyse erforderlich sind, einschließlich maschinenlesbarer Formalisierungen der Begriffe, auf denen ein Beitrag beruht, damit Lesende eine Behauptung überprüfen können, statt sie dem Herausgeber zu glauben. Ein Ergebnis, das sich aus dem Veröffentlichten nicht reproduzieren lässt, ist als nicht belegt zu betrachten — unabhängig davon, welches Begutachtungsverfahren dahintersteht.

Die Prüfung nach der Veröffentlichung trägt das Gewicht, das sonst das anonyme Peer-Review trüge. Leserbriefe, Korrekturen und Einwände sind ausdrücklich erwünscht und werden veröffentlicht, auch dann, wenn die Zeitschrift anderer Auffassung ist. Inhaltliche Fehler werden durch eine veröffentlichte, mit dem Beitrag verknüpfte Berichtigung korrigiert, niemals durch stillschweigenden Austausch der Datei; ändert eine Korrektur ein Ergebnis, so werden der DOI-Nachweis aktualisiert und die Sicherungskopie versioniert.

Lesende sollten wissen, dass der Chefredakteur in der Eröffnungsausgabe Autor sämtlicher Beiträge und zugleich deren einziger Beurteiler ist. Die Zeitschrift betrachtet dies als Übergangszustand. Sie wird für jede Einreichung, für die sich eine fachlich geeignete und bereite Person findet, eine unabhängige Begutachtung einführen, beabsichtigt den Übergang zum herkömmlichen Peer-Review, sobald der Kreis der an dieser Schnittstelle Arbeitenden wächst, und sucht aktiv nach Beiträgen von außen, nach Zuschriften und nach unabhängigen Gutachterinnen und Gutachtern. Das derzeitige Modell bildet das Fach ab, wie es ist, und ist kein Bekenntnis zu geringerer Prüfung.

Archivierung und Langzeitsicherung

Jeder in dieser Zeitschrift veröffentlichte Beitrag wird bei Zenodo hinterlegt, dem vom CERN betriebenen offenen Forschungsrepositorium. Zenodo vergibt für jede Ablieferung einen eigenen DOI und sichert sie unabhängig von der Infrastruktur dieser Zeitschrift. Liegt ein Beitrag zusätzlich als Preprint vor, wird die veröffentlichte Fassung als neue Version unter demselben Concept-DOI hinterlegt, sodass die gesamte Versionsgeschichte über einen einzigen Identifikator auflösbar bleibt.

Jeder Beitrag existiert somit an zwei Orten: hier unter seinem Crossref-DOI und bei Zenodo unter einem versionierten DOI. Beide Nachweise verweisen wechselseitig aufeinander, sodass der jeweils andere erreichbar bleibt. Sollte die Website dieser Zeitschrift nicht mehr verfügbar sein, bliebe der veröffentlichte Bestand zugänglich und zitierfähig.

Die Zeitschrift nimmt derzeit weder am PKP Preservation Network noch an LOCKSS oder CLOCKSS teil. Für das PKP Preservation Network liegt keine mit der aktuellen Plattformversion der Zeitschrift kompatible Fassung vor; LOCKSS und CLOCKSS setzen Konsortialvereinbarungen voraus, die einer Zeitschrift dieser Größe nicht offenstehen. Die Zeitschrift wird diesen Netzwerken beitreten, sobald dies möglich ist; diese Erklärung wird dann entsprechend aktualisiert.

Haftungsausschluss

Die geäußerten Auffassungen sind die der Autorinnen und Autoren und stellen keine Bewertungs-, Rechts- oder Anlageberatung dar. Die beschriebenen Methoden sind von fachlich qualifizierten Personen unter Beachtung der einschlägigen berufsständischen Standards (z. B. USPAP) und des jeweils geltenden Rechts anzuwenden. Die Zeitschrift, ihr Herausgeber und ihr Verlag übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die im Vertrauen auf veröffentlichte Inhalte getroffen werden.